Karatestile

Es gibt 4 verschiedene Karatestile, wobei wir das Shotokan Karate betreiben.

Shotokan (Haus des Shoto)

Merkmale

Die Hauptmerkmale des Shotokan – Stils sind die tiefen Stellungen gepaart mit den kraftvollen Techniken. Weiters wird besonderer Wert auf die Dehnung gelegt um eine höhere Reichweite bzw. Agilität zu erreichen. Jede Shotokan Technik kann sowohl zum Angriff als auch zur Verteidigung eingesetzt werden. Die Initiative bei Stellungänderungen geht beim Shotokan vom hinteren Fuß aus, nicht wie zb. im Goju Ryu. Trefferzonen der Shotokan Techniken sind die Körpermitte bzw. der Solorplexus bis hin zu den Genitalien.

Geschichte

Gründer des Shotokan Stils war Gichin Funakoshi, welcher 1868 auf Okinawa geboren wurde. Sein Spitzname war Shoto, was soviel heißt wie Pinnienrauschen. Seinen Spitznamen hat man auf seinen Stil übertragen. Shotokan heißt also soviel wie Haus des Shoto. Mit der Zeit entwickelte sowohl sein Schüler als auch sein Sohn zusätzliche Techniken die in das Shotokan aufgenommen wurden. Mit der wachsenden Beliebtheit des Karate, wurde als erstes die JKA (Japanese Karate Association) gegründet, und etwas später 1989 die WKSA.

 

Goju Ryu (Harter und weicher Stil)

Merkmale

Dem Goju Ryu Stil merkt man viele Element des chinesischen Boxen an. Charakteristisch für das Goju Ryu sind die höheren Stellungen als Beispielsweise im Shotokan – Stil und die „runderen“ Bewegungen.

Geschichte

Goju Ryu hat eine weitreichende Geschichte welche zu lang wäre um sie hier zu erwähnen, soviel ist jedoch zu sagen das Goju Ryu mit der Geschichte Japans Chinas und Ryukyu eng verbunden ist.
Für nähere Informationen sehen Sie u.a. auch: Wikipedia – Goju-Ryu.

 

Shito Ryu („Schule von Ti und To“)

Merkmale

Das Shito Ryu verbindet sowohl das Shorin als auch das Shorei Ryu, beides Vorläufer des Karate. Es gibt also eine Vielzahl an Techniken, welche für unterschiedliche Personen geeignet sind. Shorin Ryu Elemente beispielsweise für eher kleingewachsene Leute und Shorei Ryu für kräftigere großgewachsene Personen. Im Shito Ryu werden besondere Katas geübt, deren Ursprung im chinesischen Quanfa liegen.

Geschichte

Der Grund warum beide alten Stile hier zusammenkommen ist ein einfacher. Der Gründer des Shito Ryu Kenwa Mabuni zwei Meister hatte nämlich Itosu Yasutsune und Higashionna Kanryo.

 

Wado – Ryu („der Weg des Friedens“)

Merkmale

Die Bewegungen sind kürzer und die Stellungen kleiner als in anderen Stilen. Die Katas stehen im starken Kontrast zum eher körperbetonten Shotokan. Die Techniken sind ökonimisch und verlieren dabei jedoch nicht an Wirksamkeit. Das Hauptziel des Wado Ryu ist es aus der Trefferzone zu kommen, und das möglichst ohne Aufwand, und sei es nur durch eine Drehung der Hüfte.

Geschichte

Im Wado Ryu finden sich sowohl Techniken des Karate, welches von Gichin Funakoshi gelehrt wurde
als auch Jiu Jitsu Elemente. Beide Teile wurden von Prof. Hironori Ōtsuka zusammengeführt. Am 1. April 1939 wurde das Wado Ryu offiziell als Karate – Stil anerkannt und registriert.

Gürtelsystem

Im Shotokan-Karate gibt es eine Einteilung von 9 Schülergraden (Kyu) und 10 Meistergraden (Dan).  Die Schülergrade werden mit unterschiedlichen Gürtelfarben unterschieden, für die Kindertrainingsgruppen gibt es zudem noch Zwischenprüfungen (z.B. gelb/weiß).

Schülergrade (KYU)

Unterstufe

9. Kyu (Kukyu) - weißer Gürtel (Shiro-Obi)

8. Kyu (Hachikyu) - gelber Gürtel (Kiiro-Obi)

7. Kyu (Shichikyu) - oranger Gürtel (Daidaiiro-Obi)

 

Mittelstufe

6. Kyu (Rokukyu) - grüner Gürtel (Midori-Obi)

5. Kyu (Gokyu) - blauer Gürtel (Aori-Obi)

4. Kyu (Yonkyu) violetter Gürtel (Aori-Obi)

 

Oberstufe

3. Kyu (Gokyu) - brauner Gürtel (Chairo-Obi)

2. Kyu (Nikyu) - braunerr Gürtel (Chairo-Obi)

1. Kyu (Ikkyu) - brauner Gürtel (Chairo-Obi)

 

 

Meistergrade (DAN) - Schwarzgurt

1. DAN (Shodan)

2. DAN (Nidan)

3. DAN(Sandan)

4. DAN (Yondan)

5. DAN (Godan)

6. DAN (Rokkudan)

7. DAN (Shichidan)

8. DAN (Hachidan)

9. DAN (Kudan)

10. DAN (Judan)